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Luftreinhaltung in der Metropolregion Ruhr

Kommunale Strategien und Effekte

Thomas Dobrick


Durch die Vorgaben der EU zur Luftqualität wurden die Städte vor große Herausforderungen gestellt. Mit Hilfe des regionalen Luftreinhalteplanes Ruhrgebiet konnten die Feinstaubgrenzwerte in der Metropolregion Ruhr seit 2015 flächendeckend eingehalten werden. Die Stickoxidproblematik ist noch nicht gelöst. Wie auch bei PM10 leistet der Verkehr an den Hot Spots einen erheblichen Beitrag zur Gesamtbelastung. Die unzulässigen Immissionswerte sind weitgehend auf urbane Räume begrenzt. Die Städte sehen sich gezwungen, ein Problem zu bewältigen, das sie nur teilweise zu vertreten haben. Sie hatten darauf gehofft, dass die Weiterentwicklung der Fahrzeugtechnik einen nachhaltigen Beitrag zur Verringerung der Belastung leisten würde. Mit kleinräumigen Fahrverboten für Dieselfahrzeuge ist die Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung nicht zu beseitigen. Es stehen keine Straßen zur Verfügung, die Ausweichverkehre aufnehmen können, ohne dort neue Grenzwertüberschreitungen zu erzeugen. Die Städte der Metropole Ruhr fordern eine regionale Strategie und versuchen, Akzeptanz für umweltfreundliche Antriebstechniken zu schaffen.

Der Verfasser ist Diplom-Geograph mit Schwerpunkt Immissionsschutz und Stadtklimatologie. Er ist beim Umweltamt der Stadt Essen zuständig für die Themen Luftreinhalteplanung, Treibhausgas-Bilanzierung, Mobilität und generelle Umweltplanung.

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