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Eignung von automatischen Messsystemen für die Emissionsermittlung im gesetzlich geregelten Bereich

Teil 2 – Messsysteme für Kleinfeuerungsanlagen

Dominik Wildanger, Detlef Wagner


Nachdem sich der erste Teil dieses Beitrags mit den rechtlichen Grundlagen und deren praktischer Umsetzung zur kontinuierlichen Überwachung des Emissionsverhaltens von industriellen Anlagen im Geltungsbereich des Bundesimmissionsschutzgesetzes beschäftigt hat, soll in diesem zweiten Teil das Verfahren zur Überwachung der Emissionen von Kleinfeuerungsanlagen näher betrachtet werden. Die Überwachung der Kleinfeuerungsanlagen liegt traditionell sowohl hinsichtlich der Sicherheit als auch der umweltrelevanten Parameter in der Verantwortung der Bezirksschornsteinfeger. Diese bewährte Vorgehensweise wirft seit einiger Zeit durch neue technische und gesetzliche Regeln und die damit verbundenen technischen Entwicklungen eine Vielzahl von Fragen hinsichtlich der technischen Durchführung der Ermittlungen auf. Schwerpunkt dieses Artikels ist die Sicherung der Qualität der Messungen, die zu einem wesentlichen Teil auf den neuen Entwicklungen im Bereich der Messtechnik, insbesondere für die partikelförmigen Stoffe, aber auch auf neuen technischen Lösungen für die traditionell überwachten Parameter beruht. Die Anforderungen an die Messeinrichtungen sind in technischen Richtlinien und Normen festgelegt. Die Durchführung der erforderlichen Prüfungen erfolgt durch kompetente und erfahrene Prüfinstitute. Die Bewertung hinsichtlich der Eignung für Messungen im gesetzlich geregelten Bereich erfolgt durch Fachexperten der Länder und des Bundes. Durch ein verwaltungsgerichtliches Urteil zur Eignung einer Messeinrichtung wird nun die bisherige Praxis bei der Feststellung und Bekanntgabe der Eignung von Messeinrichtungen, die zur Ermittlung der Emissionen an Kleinfeuerungsanlagen eingesetzt werden, auf verschiedenen Ebenen intensiv diskutiert. Die Autoren wollen die verschiedenen Aspekte der Feststellung und Bekanntgabe insbesondere aus technischer Sicht erläutern und Hinweise geben, wie ein prinzipiell bewährtes System unter Beachtung der aktuellen Entwicklungen modernisiert werden könnte.

Dr. rer. nat. Detlef Wagner ist Fachbereichsleiter im Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen in Essen. Dr. rer. nat. Dominik Wildanger ist Dezernatsleiter im Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie in Kassel.Die Ausführungen in diesem Text geben die persönliche Meinung der Autoren wieder.

Teil 1 des Beitrags ist abgedruckt in I+E 2016, 156 ff.

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(e.g. A | 000123 | 01)

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